Ausführliche Informationen

Einige tiefergehende Erläuterungen.

Liebe Patientin,

hier finden Sie weiterführende und tiefergehende Informationen zu den Leistungen und Abläufen unserer Frauenarzt-Praxis in Ludwigsburg.

Information zu Impfungen
Masern, Mumps und Röteln sind heute längst keine Kinderkrankheiten mehr. Auch für Tetanus und Diphterie sowie Polio bestehen gerade bei erwachsenen Frauen bedenkliche Impfschutzlücken. Die beiden letzten Impfungen sind für Reisen ins Ausland besonders wichtig. Die beiden Polio- und Diphterieepidemien der letzten Jahre in den Niederlanden bzw. GUS-Staaten haben das Bundesgesundheitsministerium sowie die Bundesärztekammer jetzt veranlasst, den Ärzten im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen eine Überprüfung des Impfstatus ihrer Patienten dringend anzuraten. Bei jüngeren Frauen empfiehlt sich im Hinblick auf weitere Schwangerschaften die Ergänzung Ihrer Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln und falls notwendig gegen Windpocken. Die Vervollständigung des Impfschutzes für Diphterie, Tetanus, Polio sowie Hepatitis B, ist aber auch nach abgeschlossener Familienplanung nicht weniger wichtig.

Unsere Frauenarzt-Praxis bietet Ihnen diesen Service an. Bitte vereinbaren Sie bei Interesse einen Besprechungstermin, oder sprechen Sie uns bei einer Routineuntersuchung darauf an. Bitte bringen Sie unbedingt Ihr Impfbuch mit. Sollten Sie kein Impfbuch mehr besitzen, kann ein solches neu ausgestellt werden.

Information zum FertiCheck
Bestimmung der individuellen Fruchtbarkeitsreserve
Dass die Möglichkeit für eine problemlose Konzeption und Schwangerschaft mit dem Alter abnimmt, ist bekannt, jedoch nicht ausreichend, um die Familienplanung nachhaltig zu beeinflussen. Der Trend zur späten ersten Schwangerschaft nimmt zu.
Aufklärung scheint not zu tun, wenn man diese Graphik anschaut. Denn die Einschätzung der altersabhängigen Fruchtbarkeit ist aus Sicht der Bevölkerung bis Ende 30 noch hoch und zunehmend und fällt erst ab 40 ab, während die Ergebnisse der Kinderwunschbehandlungen eine andere Sprache sprechen:

Alter und Fruchtbarkeit
Wieviel Zeit einem noch bleibt, um ohne weiteres schwanger zu werden, ist individuell unterschiedlich und hängt von der sogenannten “ovariellen Reserve” ab. Was letztlich mit der Zahl der verbliebenen und in jedem Zyklus noch zur Verfügung stehenden Eizellen abhängt. Eine Zahl, die mit dem Alter abnimmt, jedoch in individuell unterschiedlichem Tempo.

Der Test beinhaltet einen Ultraschall der Eierstöcke, bei dem die Zahl der im Eierstock erkennbaren Eibläschen (Antralfollikel) festgestellt wird, sowie die Bestimmung des Anti-Müller-Hormons und des FSH. Wer sich also wirklich unsicher ist hinsichtlich der eigenen Fruchtbarkeit und seiner Familienplanung, dem kann durch diese Untersuchungen geholfen werden und sie ist daher in diesen Fällen als sinnvoll zu bezeichnen. Auch die Aufklärung über den Zusammenhang zwischen Alter und Fruchtbarkeit ist zu loben.

Die biologische Eieruhr
Auch wenn die Untersuchung sinnvoll ist, darf man sich bei einem günstigen Ergebnis nicht zurücklehnen und die Familienplanung um 10 Jahre verschieben. Denn die Zahl der Eizellen ist nur ein Kriterium, die Qualität der Eizellen (vor allem die genetische Intaktheit) ein weiterer wichtiger Faktor, der weniger stark individuellen Schwankungen unterworfen ist. Die biologische Uhr tickt also bei jeder Frau. Der Test kann nur klären wie laut oder leise.

NT-Messung
Ersttrimester-Screening (Frühdiagnostik) 

Bei dem Ersttrimester-Screening handelt es sich um eine kombinierte Risikoabschätzung für das Vorliegen von Chromosomenstörungen unter Verwendung von mütterlichem Alter, zwei Laborwerten (freies beta-HCG und PAPP-A) im Blut der Schwangeren und der durch Ultraschalluntersuchung gemessenen Nackendicke (Nackentransparenz, NT) des Ungeborenen. 

Bei der Ultraschalluntersuchung wird die Ausdehnung einer geringen Flüssigkeitsansammlung im kindlichen Nackenbereich (Nackentransparenz, NT) vermessen. Eine geringe Nackentransparenz ist als normal anzusehen. Mit zunehmender Nackentransparenzdicke steigt das Risiko für Chromosomenstörungen. 

Das Testergebnis wird als individuelle Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Schwangerschaft mit Trisomie 21 angegeben (z.B. 1:1000). Ein auffälliges Ergebnis (z.B. 1: 50) zeigt ein erhöhtes Risiko für Chromosomenstörungen an. Bei ca. 80-90 % der Trisomie 21-Schwangerschaften findet sich ein auffälliges Ergebnis beim Erstrimester-Screening. Auch für die schwerwiegenden Chromosomenstörungen Trisomie 13 und Trisomie 18 ist eine Risikoabschätzung möglich. Im Falle eines erhöhten Risikos besteht meist der Wunsch nach sicherem Nachweis bzw. Ausschluss einer Chromosomenstörung. Dieser erfolgt erfolgt durch eine Chromosomenanalyse nach Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) oder Chorionzottenbiopsie (Mutterkuchengewebeentnahme). 

Das Ersttrimester-Screening kann nur in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, da es sich bei der Flüssigkeitseinlagerung im Nackenbereich um einen vorübergehenden Effekt zwischen der ca. 10. und 15. Schwangerschaftswoche handelt. Da eine erhöhte Nackentransparenz auch im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsstörungen (z.B. Herzfehler) vorkommen kann, empfiehlt sich in Fällen erhöhter Nackentransparenz zusätzlich zur Chromosomenanalyse auch eine weiterführende sonographische Fehlbildungsdiagnostik (siehe unten). 

Im Rahmen der Ultraschalluntersuchung des Ersttrimester-Screenings führen wir eine frühe Fehlbildungsdiagnostik durch, die die Erkennung weiterer embryonaler Fehlentwicklungen ermöglicht. Die frühe Fehlbildungsdiagnostik ersetzt allerdings nicht die weiterführende sonographische Diagnostik im Hinblick auf Organfehlbildungen, die üblicherweise zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche sinnvoll ist. 

Frühe Fehlbildungsdiagnostik und Nackentransparenz-Messung setzen ein hochauflösendes Ultraschallgerät sowie Zeit und Erfahrung des Untersuchers voraus. Ultraschall- und Laboruntersuchung sind durch die Fetal Medicine Foundation (FMF) Deutschland zertifiziert und werden jährlich überprüft und rezertifiziert. 

Information zu Hepatitis B
Vor Aids haben alle Menschen Angst. Doch es spricht kaum jemand von einer Krankheit, die weltweit wesentlich mehr Todesopfer pro Jahr fordert und auf ganz ähnlichem Wege übertragen wird und zudem wesentlich ansteckender ist als Aids. Weltweit sterben jährlich etwa 1 Million Menschen an Hepatitis B.

Hepatitis B – was ist das?
Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit, die zur chronischen Leberentzündung, zur Leberzirrhose und schließlich zum Tod führen kann. Auch das Risiko von Leberkrebs ist bei Menschen mit chronischer Hepatitis B erhöht. Der Erreger ist das Hepatitis B Virus, das bei Infizierten und akut oder chronisch Erkrankten in den Körperflüssigkeiten (insbesondere Blut und Sperma) zirkuliert. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können 6 Wochen bis 6 Monate liegen. In dieser Zeit merkt der Betroffene selbst noch nichts von seiner Infektion, er kann jedoch schon ansteckend sein und damit beispielsweise seine Sexualpartner gefährden.

Die akute, durch das Hepatitis-B-Virus hervorgerufene Leberentzündung geht in 5-10% der Fälle beim Erwachsenen in eine chronische Form über. Sind jedoch Neugeborene oder Kinder infiziert, so liegt deren Risiko für einen chronischen Verlauf bei nahezu 100%. Jeder Fünfte unter einer chronischen Hepatitis B leidende Mensch entwickelt dann im Laufe seines Lebens eine Leberzirrhose. Nicht zuletzt deshalb wird in Deutschland seit einigen Jahren die Hepatitis-B-Impfung offiziell empfohlen. Nach Angaben der STIKO (Ständige Impf-Kommission ) sollten jedes Baby und jeder Jugendliche routinemäßig geimpft werden!

Die Kosten dafür werden bei gesetzlich Versicherten bis zum 18. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen. Die Privatkassen übernehmen die Kosten in aller Regel in jedem Alter.

Wir in unserer Praxis bieten die Impfungen an. Bitte sprechen Sie mit uns und bringen Sie Ihren Impfpass mit. So können wir auch die anderen Impfungen auf Vollständigkeit überprüfen.

Wie kann man sich infizieren?

Über Blut und Blut-Produkte, über Sperma (z.B. bei Geschlechtsverkehr ohne Kondom) und bei der Geburt von der Mutter auf das Kind. Aber auch bei Benutzung einer gemeinsamen Zahnbürste!

Wie kann man sich schützen?
Der sicherste Schutz vor einer Hepatitis B Infektion ist die Schutzimpfung. Diese Impfung gehört, wie erwähnt zu den empfohlenen Impfungen im Kindes und Jugendalter. Schon seit Jahren ist diese Impfung für Risikogruppen üblich. Gesundheitspersonal, Kindergärtnerinnen (hier übernimmt in der Regel der Arbeitgeber die Kosten der Impfung.) Vor Reisen in Gebiete mit hoher Hepatitis-B-Durchseuchung (z.B. Afrika, Asien aber auch südliches Mittelmeer ) sollte rechtzeitig die Impfung erfolgen.

Impfschema:
Ab dem 3.Lebensmonat werden 2 Impfungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen verabreicht. Vervollständigt wird der Impfschutz mit einer 3.Dosis 6 bis 12 Monate nach der 2.Impfung. Darüber hinaus sollten alle Jugendlichen und Erwachsenen, die im Kindesalter noch nicht geimpft wurden alle 3 Impfungen erhalten.

Der Impfschutz hält in der Regel 10 Jahre an. Danach sollte nach Überprüfung des Immunstatus evtl. eine Auffrisch-Impfung vorgenommen werden.

Falls sie an weiteren Informationen, auch an Hepatitis A und C oder anderen Krankheiten interessiert sind, sehen Sie mal im Internet unter www.qualimedic.de nach. Es gibt dort interessante Themen und Informationen.


Information zu Ultraschalluntersuchung bei der Krebsvorsorge
Sie kommen vielleicht bald zu einer Krebsvorsorgeuntersuchung oder zu einer routinemäßigen gynäkologischen Kontrolle zu uns in die Frauenarzt-Praxis. Wie Sie aus Presse und Fernsehen wissen, kann sich unser Gesundheitssystem nicht mehr alles leisten was wünschenswert wäre.

Die Krebsvorsorge oder die normale Kontrolle sieht neben dem “Krebsabstrich” nur noch eine Tastuntersuchung vor. Eine Ultraschalluntersuchung ist nicht enthalten. Die Erfahrung hat aber in den letzten Jahren gezeigt, dass bei Patientinnen, insbesondere über 30 Jahren, durch eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke weitere Risiken ausgeschlossen bzw. früher erkannt werden können. Daher könnte eine zusätzliche Ultraschallkontrolle Ihnen wesentlich mehr Sicherheit bieten.

Diese Leistung möchten wir Ihnen gerne anbieten. Sie müssten diese Leistung aber selbst (ohne Erstattungsanspruch Ihrer Kasse gegenüber) in unserer Praxis direkt bezahlen.

Sprechen Sie mit uns.

Darmkrebs-Früherkennung
Der Dickdarmkrebs gehört heute zu einer Krebsart, die durch frühzeitige Erkennung erfolgreich vermieden oder geheilt werden kann. Er ist leider nicht selten und tritt bei 6 von 100 Personen auf. Man weiß, dass sich der Dickdarmkrebs schon viele Monate bis Jahre vor seiner eigentlichen Entstehung durch sogenannte Polypen im Darm ankündigt.

Diese Polypen sind zunächst gutartige Geschwülste der Darmwand, die erst spät zu bösartigem Darmkrebs entarten.

Durch eine frühzeitige Erkennung dieser Vorstufen kann Darmkrebs also effektiv verhindert werden. Bei Erkennung des Darmkrebses im Frühstadium sind die Heilungschancen heute mit über 90 % außerordentlich gut.

Seit vielen Jahren wird ein Test auf occultes (verborgenes) Blut eingesetzt, den Sie möglicherweise schon kennen. Leider ist dieser Test wenig zuverlässig. Es entstehen viele falsch positive Befunde, die zu einer Verunsicherung führen und eine Belastung durch eine eventuelle Darmspiegelung nach sich ziehen.

Neuerdings existieren hochspezifische Tests auf Blut im Stuhl, bei denen mittels sogenannter Antikörper direkt der rote Blutfarbstoff des Menschen im Stuhl nachgewiesen wird. Studien konnten zeigen, dass hiermit etwa doppelt soviel Fälle von Darmkrebs – meist noch in frühen Stadien – erkannt werden können. Auch die oben erwähnten Vorstufen, die Polypen, werden in vielen Fällen erkannt.

Der Test sollte einmal jährlich aus zwei Proben eines Stuhlgangs durchgeführt werden.

Der verbesserte Test wird nicht von der Gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Wir können Ihnen diesen Test jedoch anbieten, wenn Sie die Kosten selbst tragen.

Information über Akupunktur zur Geburtsvorbereitung
Die Akupunktur zur Geburtserleichterung und Geburtsvorbereitung ist eine altbekannte Methode in China und findet auch bei uns immer größeren Anklang. Das Ziel in der heutigen Geburtshilfe ist die natürliche und familienorientierte Geburt, so dass zu den etablierten Methoden der modernen Geburtshilfe auch weitere unschädliche, natürliche Alternativen und Ergänzungen angewandt werden.
Die Akupunktur kann eine solche Alternative darstellen und die konventionellen medizinischen Möglichkeiten bereichern, sie aber nicht ersetzen. Wir sehen in der Akupunktur eine jahrtausende alte Therapieform, welche eine effektive und wertvolle zusätzliche Behandlungsform u.a. zur Geburtsvorbereitung darstellt. Die Akupunktur ersetzt jedoch nicht die Geburtsvorbereitung, sondern soll sie sinnvoll ergänzen. Studienergebnisse, u.a. der Universität Mannheim zeigen, daß durch die Akupunktur eine positive Wirkung auf die Dauer der Geburt und den Geburtsverlauf erzielt werden können. Hierbei hat sich gezeigt, dass die Eröffnungsperiode bei Schwangeren nach einer Akupunkturbehandlung deutlich kürzer ist als bei nicht akupunktierten Schwangeren. Eine meist geringere Geburtsdauer bedeutet eine Verringerung der Belastung für Mutter und Kind.

Weiterhin konnte in der Gruppe der akupunktierten Schwangeren gezeigt werden, daß der Muttermund bei Wehenbeginn "geburtsbereiter" also verkürzter und weicher und z. T. schon etwas geöffnet war. Auch die Wirkung der Wehen und deren Richtung zum Muttermund wurde verbessert.

Insgesamt stellt die Akupunktur bei Schwangeren eine sinnvolle Ergänzung zur etablierten Geburtsvorbereitung dar und wird von den Schwangeren sehr gut akzeptiert.

Welche Frauen können an
einer Akupunkturtherapie teilnehmen?
Jede Schwangere mit bisher unauffälligem Schwangerschaftsverlauf, bei der das Kind in Schädellage (mit dem Kopf nach unten) liegt, kann an der Akupunktur teilnehmen. Frauen mit einer Beckenendlage, einer Plazenta praevia (der Mutterkuchen liegt vor dem Muttermund), mit behandlungsbedürftiger vorzeitiger Wehentätigkeit oder liegender Cerclage (Umschlingung des Muttermundhalses) können leider nicht geburtsvorbereitend akupunktiert werden.

Frauen mit einer Risikoschwangerschaft ist von der Akupunkturtherapie abzuraten. Ob Sie für die geburtsvorbereitende Akupunktur geeignet sind besprechen wir mit Ihnen.

Wo und wann findet die Akupunktur statt?
In der Frauenklinik Berg in Stuttgart und in der Frauenklinik Ludwigsburg wird Akupunktur zur Geburtsvorbereitung durchgeführt. Vor Beginn der Akupunktur erfolgt eine ausführliche Aufklärung. Auch bieten viele Hebammen im Kreis die Akupunkturtherapie an. Fragen Sie doch mal in Ihrem Geburtsvorbereitungskurs nach.

Was sollten Sie mitbringen?
Bitte bringen Sie zu jeder Behandlung Ihren Mutterpaß mit. Ein bequemes, großes Kissen und bequeme Kleidung, die es Ihnen ermöglicht die Unterschenkel frei zu machen, ist empfehlenswert.

Haben Sie noch Fragen?
Tel. Frauenklinik Berg: 0711 / 2632328
Tel. Frauenklinik Ludwigsburg: 07141 / 996444


Information zur Knochendichtemessung
Die Osteoporose zählt heute mit ca. 6- 8 Millionen betroffener Patienten zu einer der bedeutendsten Volkskrankheiten der BRD. Jede 3. Frau erkrankt an Osteoporose. Frauen erkranken 2-3 mal häufiger als Männer.

Wird eine Osteoporose frühzeitig erkannt, können Maßnahmen zur Verzögerung des weiteren Knochenabbaus ergriffen werden. Auch können bei familiärer Vorbelastung rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden, um den Ausbruch dieser Erkrankung so lang wie möglich hinauszuzögern. Da der natürliche Knochenabbau bereits im 3.Lebensjahrzehnt beginnt, sollten Frauen ab dem 40. Lebensjahr zur Knochendichtemessung. Die Abstände weiterer Kontrollen hängen dann von dem Ergebnis ab.

Vor der Kontrolle sollten Sie einen Fragebogen zu Ihrem persönlichen Osteoporoserisiko beantworten. Den Fragebogen erhalten Sie von uns. Bitte sprechen Sie die Arzthelferinnen darauf an.

Die Knochendichtemessung wird in unserer Praxis mittels Ultraschall durchgeführt. Diese Leistung ist allerdings keine Kassenleistung. Sie müssen diese Untersuchung selbst (ohne Erstattungsanspruch Ihrer Kasse gegenüber) in unserer Praxis selbst bezahlen.

Weitere Informationen zu Osteoporose finden Sie unter

www.osteoporose.com

Information zum ThinPrep Pap Test
Ab sofort bieten wir Ihnen in unserer Frauenarzt-Praxis in Ludwigsburg die Möglichkeit die Qualität Ihres Krebsabstriches zu optimieren. Der sogenannte „Krebsabstrich“ oder Pap Test wurde 1943 von dem Griechischen Arzt Papanicolaiou entwickelt. Er hat sich sehr bewährt. Durch diesen Test konnte die Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses erheblich verbessert und die Zahl der erkrankten Frauen deutlich verringert werden, da der Gebärmutterhalskrebs in einem Frühstadium schon gut behandelt werden kann. Dieser Test hat sich seither nicht mehr geändert.

Nun gibt es aus den USA eine neue Technik, bei der die Zellen des Krebsabstriches in ein Spülmedium gegeben werden, welches ein Maximum an Zellen vom Entnahmegerät abspült. Anschließend wird im
Labor maschinell die Probe von Verunreinigungen getrennt und wie Pap-Test beurteilt. Bei dem bisher üblichen Verfahren werden mit einem Wattetupfer oder einem Bürstchen die Zellen auf einem Objektträger ausgerollt. Hierbei gelangen auch die Verunreinigungen auf den Objektträger und erschweren die Beurteilung des Abstrichs. Der Vorteil des ThinPrep-Verfahrens liegt bei der besseren Qualität des zu beurteilenden Abstriches. Allerdings handelt es sich bei diesem neuartigen Test um keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und muss daher von Ihnen selbst direkt in der Praxis bezahlt werden. Vom Labor bekommen Sie dann nochmals eine gesonderte Rechnung.

Falls Sie an dieser Leistung interessiert sind sprechen Sie uns bitte darauf an.

Information zu Papillomaviren
In letzter Zeit werden wir zunehmend auf Papillomaviren angesprochen. Humane Papillomaviren (HPV) verursachen Haut- und Genitalwarzen beim Menschen. Von den bis heute bekannten ca. 100 HPV-Typen sind knapp 30 von klinischer Bedeutung, da sie für die Entstehung von Krebs ( Muttermund, Scheide und Penis ) verantwortlich gemacht werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sogenannten „high-risk“ HPV-Typen, da diese in über 90% aller Gebärmutterhalskrebse nachweisbar sind. Dennoch ist ein positiver Nachweis der high-risk HPV-Typen kein Grund zur Aufregung, denn nur weniger als 1% der betroffenen Frauen entwickelt später auch wirklich einen Gebärmutterhalskrebs.

Alle Krankenkassen bezahlen diese Impfung momentan für alle Mädchen zwischen dem von der STIKO empfohlenen Zeitraum von 9. – zum 18.Lebensjahr. Manche Kassen erstatten allerdings die Impfung auch bis zum 26.Lebensjahr.

Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Einzeldosen zu je 0,5ml, die gemäß folgendem Schema gegeben werden: 0, 2, 6 Monate. Bitte sprechen Sie uns an wenn sie eine Tochter in diesem Alter haben, oder wenn sie selbst noch unter 18 oder 26 Jahren sind.

Weitere Informationen auch unter www.zervita.de


Information zu Toxoplasmose
Eine Toxoplasmoseinfektion verläuft bei rund 50 Prozent der infizierten Menschen mit geringfügig grippalen Symptomen (Fieber, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, kurzzeitiger Durchfall). Die meisten Menschen bemerken nicht, wenn sie diese Krankheit haben. Im Allgemeinen ist also die Toxoplasmose eine relativ häufige aber gutartige Infektion, die nur durch eine Blutuntersuchung erkannt wird. Zu Komplikationen kommt es selten.

Die Bedeutung der Toxoplasmose liegt in der Möglichkeit der pränatalen
(vorgeburtlichen) Infektion. Dazu kommt es nur, wenn eine Schwangere sich erstmals ansteckt. Nur dann können kranke Kinder geboren werden. Bei entsprechender Diagnose und Behandlung kann dies aber vermieden werden. Wenn eine Frau bereits Toxoplasmose hatte und Antikörper dagegen entwickelt hat ist das Ungeborene geschützt.

In Deutschland haben ca. 27 % der 20-Jährigen und ca. 32% der 30-Jährigen Frauen Antikörper. Übertragen wird die Toxoplasmose hauptsächlich durch Katzenkot und roh genossenes Fleisch (Mettfleisch, Beefsteak, Tartar).

Den besten Schutz einer vor Toxoplasmose-Erstinfektion in der Schwangerschaft bietet ein positiver Antikörperbefund vor der Schwangerschaft. Ein Suchtest in der Schwangerschaft ist in der BRD aufgrund des als klein angesehenen Risikos keine Regelleistung der Mutterschaftsvorsorge, wie beispielsweise in Österreich oder Frankreich. Wir empfehlen deshalb vor einer geplanten Schwangerschaft die Überprüfung des Immunstatus. Rechtzeitige Blutkontrollen ermöglichen eine Aussage darüber ob die Frau diese Infektion bereits gehabt hat und das geplante Kind geschützt ist.

Bei fehlenden Antikörpern sollte die Frau sich schützen: Vermeidung von Katzenkontakt, vor allem Katzenkot, kein Genuss von rohem oder kurzgebratenem Fleisch und Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit.